Badischer Wein

Badischer WeinBadischer Wein auf hohem Niveau

Burgunder-Sorten im Vordergrund

Die Qualität im drittgrößten deutschen Anbaugebiet mit 15.400 Hektar befindet sich auf hohem Niveau. Dies lässt sich objektiv belegen, vor allem an der deutlichen Mengenreduzierung in den Weinbergen. Die Hektarerträge liegen vergleichsweise auf niedrigem Niveau.

Bei den Sorten steht laut blauer Spätburgunder mit 37 % im Vordergrund. Typisch sind die fruchtig-eleganten Burgunder-Rotweine, die vor allem im gemäßigten Klima wachsen. Denn Reben benötigen zum Aufbau feiner Aromen nicht nur Hitze, sondern auch genügend Feuchtigkeit. Die höheren Niederschläge im Stauraum des Schwarzwalds wirken sich positiv aus. Nebenbei bemerkt, auch der klassische Champagner besteht überwiegend aus blauem Spätburgunder. Baden ist ein Burgunderland. Zusammen mit grauem und weißem Burgunder umfassen die Burgundersorten 53 %. Ein eigenes Profil zeigen die Rieslinge der Ortenau, die dort 30 % einnehmen, und sich innerhalb der Bandbreite deutscher Rieslinge durch ihre meist kräftige Art und eine gut abgepufferte Fruchtsäure auszeichnen.

Eine weitere Besonderheit mit weichen und heiteren Weinen bildet der Gutedel, der ein Drittel der Rebfläche im Markgräflerland ausmacht. Durch das Qualitätsstreben haben viele Gutedel längst das Niveau von Tischweinen hinter sich gelassen. International ist die Sorte unter Chasselas bekannt und wurde schon im alten Ägypten angebaut. Ins badische Markgräflerland kam er im Jahre 1780. Markgraf Carl Friedrich hatte ihn vom Genfer See mitgebracht. Die Badener sind also bei ihren traditionellen Sorten geblieben.



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